Was ist ein EDV-Dienstleister?
Ein EDV-Dienstleister übernimmt Planung, Betrieb und Betreuung der elektronischen Datenverarbeitung eines Unternehmens, ganz oder in Teilen. Der Begriff stammt aus der Zeit, als IT noch als EDV bezeichnet wurde, und meint inhaltlich dasselbe wie der heute übliche Begriff IT-Dienstleister. Viele Unternehmen suchen weiterhin nach dieser Bezeichnung, weil sie sie aus der eigenen Historie kennen.
EDV-Dienstleister, IT-Dienstleister oder IT-Systemhaus?
Die drei Begriffe überschneiden sich stark. EDV-Dienstleister und IT-Dienstleister sind praktisch gleichbedeutend. Ein IT-Systemhaus ist eine besondere Ausprägung, die Hardware, Software und Betrieb aus einer Hand liefert. Entscheidend ist am Ende nicht die Bezeichnung, sondern der Leistungsumfang: Wer verantwortet den laufenden Betrieb, wer die Sicherheit und wer ist erreichbar, wenn etwas ausfällt.
Welche Leistungen erbringt ein EDV-Dienstleister?
Das Spektrum reicht von der Beratung über Aufbau und Betrieb der Infrastruktur bis zum täglichen Anwendersupport. Typische Bereiche sind:
- Betrieb und Überwachung von Servern, Netzwerk und Arbeitsplätzen
- Cloud-Dienste und Rechenzentrumsleistungen
- IT-Sicherheit und Datensicherung
- Anwendersupport und Helpdesk
- Beratung zu Lizenzen und IT-Kosten
Im Mittelstand tritt ein EDV-Dienstleister meist in einer von drei Rollen auf: als vollständiger Betreiber der IT, als Ergänzung zu einer bestehenden internen Abteilung oder als Projektpartner für einzelne Vorhaben.
Wann lohnt sich ein EDV-Dienstleister?
Sinnvoll ist die Zusammenarbeit, wenn die interne IT mit dem Tagesgeschäft ausgelastet ist, Spezialwissen fehlt oder die Anforderungen an Sicherheit und Verfügbarkeit steigen. Auch wenn Ausfälle erst bemerkt werden, wenn Mitarbeitende anrufen, oder wenn Lizenzkosten unübersichtlich werden, ist ein externer Partner meist die wirtschaftlichere Lösung als der weitere Ausbau der eigenen Abteilung.
Woran erkennen Sie einen guten EDV-Dienstleister?
Verlässliche Anbieter regeln Reaktions- und Wiederherstellungszeiten schriftlich, benennen ihre Erreichbarkeit konkret und arbeiten herstellerunabhängig. Ebenso wichtig sind eine nachvollziehbare Dokumentation, eine geregelte Übergabe für den Fall eines Wechsels sowie Zertifizierungen mit passendem Geltungsbereich. Für Arbeitsplatz- und Hardwarethemen zählt außerdem regionale Nähe.
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